Kiel, den 20.06.2019

Ausschreibung Landeskirchliches Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Fami)

Am Dienstort Schwerin sucht das Landeskirchliche Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland zum 1. Dezember 2019 eine/en Fachangestellten/e für Medien- und Informationsdienste- Fachrichtung Archiv. Der Stellenumfang beträgt 100% und die Bezahlung erfolgt nach der Entgeltgruppe K 7 des Kirchlichen Arbeitnehmer/-innen Tarifvertrags.

Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2019 (Die Bewerbungsgespräche finden am Dienstort Kiel statt).

Nähere Details entnehmen Sie bitte der Ausschreibung:

Stellenausschreibung Fachangestellte/r Medien- und Fachinformationsdienste Archiv

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

Kiel, den 27.06.2019

Findbücher der Nachlässe der Bischöfe Adolf Mordhorst und Alfred Petersen online

Adolf Mordhorst war 1924 der erste Bischof für Holstein der neugegründeten Landeskirche Schleswig-Holsteins. Ab 1910 war er geistliches Mitglied und Konsistorialrat im Konsistorium für die Provinz Schleswig-Holstein, von Mitte 1917 an bekleidete Adolf Mordhorst das Amt des Generalsuperintendenten für Holstein. Auf der sogenannten "braunen Synode" 1933 in Rendsburg wurde er abgesetzt und die beiden bestehenden Bischofsämter im Amt des Landesbischofs. Adalbert Paulsen, Mitglied der radikalen Glaubensbewegung Deutsche Christen, bekleidet diese Mal. Mordhorst übernahm 1934 den Vorsitz des des Landesverbandes der Inneren Mission in Schleswig-Holstein. Er starb 1951.

Finbuch des Nachlasses Bischof D. Adolf Mordhorst

Alfred Petersen war maßgeblich an der Bildung des Nordelbischen Kirche im Jahr 1977 beteiligt. Zu diesem Zeitpunkt war er schon 10 Jahre Bischof des Sprengels Schleswig. Hervorgetan hat er sich auch in der Diakonie. 1951 wurde er Beauftragter des Ev. Hilfswerk der Landeskirche Schleswig-Holstein und Landespastor der Inneren Mission. Während seiner Zeit dort war er unter anderem Mitbegründer des Theodor-Schäfer-Bildungswerkes in Husum und Mitglied des Landesausschusses der Ev.-Luth. Diakonissenanstalt in Flensburg. Ab 1957 war er Propst der Propstei Husum-Bredstedt.

Finbuch des Nachlasses Bischof D. Alfred Petersen

 

Kiel, den 13.06.2019

Nachlass von Bischof D. Johannes Pautke neuerschlossen

Als Bischof der kleinen Lübecker Landeskirche fiel Johannes Pautke nach 1945 als Bischof der Wiederaufbau der Kirche zu. Wie keine andere Landeskirche wurde ein rigoroser Umgang mit den deutschchristlichen Pastoren verfahren. Sie wurden vor die Wahl gestellt, entweder vor der Gemeinde zu bezeugen, dass sie fehlgeleitet gepredigt haben, oder zu gehen. Auch die Kirchen der Stadt waren wieder aufzubauen. Die meisten der berühmten Lübecker Innenstadtkirchen waren im Krieg durch alliiertes Bombardement in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Wiederaufbau dauerte Jahrzehnte.

Pautke selbst war in der NS-Zeit auch kein unbeschriebenes Blatt. Als Mitglied der Bekennenden Kirche gehörte er 1935 zu jenen sechs Pastoren, die eine Ordnungsstrafe durch den Landeskirchenrat erhielten, weil sie der Einführungsfeier von Propst Wagner trotz Anordnung von Bischof Erwin Balzer ferngeblieben waren. In der Phase des eskalierten Kirchenkampfes 1936/1937 wurde er zusammen mit 7 weiteren Pastoren unter Hausarrest gestellt und entlassen. Zu einer Einigung und Wiederaufnahme des Dienstes kam es erst im April 1937.

Findbuch des Nachlasses Bischof D. Johannes Pautke

Kiel, den 24.05.2019

Findbuch des Nachlasses Pastor Bernhard Bothmann online

Bernhard Bothmann war einer von drei Pastoren, die in Schleswig-Holstein von der antisemitischen Gesetzgebung der Landeskirche betroffen waren. Am 13.03.1939 wurde er in den einstweiligen Ruhestand versetzt, weil seine Ehefrau Jüdin war. Vorangegangen waren jahrelange Bestrebungen des Stormarner Propsts Gustav Dührkop, alle „jüdisch versippten“ Pastoren aus seiner Propstei zu entfernen. Dührkop selbst war Mitglied der NSDAP und der radikalen Glaubensbewegung Deutsche Christen. Dührkop stellte Bothmann vor die Wahl: entweder Scheidung oder Entlassung. Bothmann lehnte die Scheidung entschieden ab. Da Bothmann selbst nach einem Besuch von Christian Kindern, dem Präsidenten des Landeskirchenamtes, nicht einer vorzeitigen Versetzung in den Ruhestand zugestimmt hatte, war die Sache formal rechtlich erledigt, denn die Gesetzeslage sah keine Möglichkeit der Zwangsentlassung vor. Trotzdem wurde Bothmann vom Landeskirchenamt am 08.02.1939 erlassen.

Unterstützung erhielt er von seinem Jugendfreund, dem Hamburger Landesbischof Franz Tügel. Doch auch gegen Bothmanns Festanstellung in Hamburg-Winterhude agitierte Dührkop vergebens. Erst mit der Verschärfung der Gesetzeslage und dem daraus folgenden Verlust sämtlicher Rechte von Bothmanns Frau Emmy als Mitglied der Landeskirche, waren Dührkops Denunziationen – mit vermutlich auch von ihm angeregten Ermittlung der Gestapo gegen Bothmann – erfolgreich und Tügel musste nachgeben.

Nach Kriegsende wurde Bothmann rehabilitiert und erhielt seine alte Pfarrstelle in Wandsbek zurück.

Findbuch des Nachlasses Bernhard Bothmann

Kiel, den 06.05.2019

Kirchenbücher aus dem Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde online

Im Kirchenbuchportal Archion befinden sich nun die Kirchenbücher der Kirchengemeinden Altenholz, Friedrichsort-Festung, Gettorf-Schinkel, Krusendorf und Waabs.

Kiel, den 02.05.2019

Nachlass Senior Bruno Meyer erschlossen

Bruno Meyer hatte schon einiges mitgemacht in der kleinen Lübecker Landeskirche, als er 1948 zum Senior gewählt und fortan Stellvertreter des Bischofs und theologischer Referent der Kirchenleitung wurde. In Bad Doberan geboren und über Schwerin und Badendiek bei Güstrow in die zweite Pfarrstelle an St. Aegidien gekommen, gehörte er im Kirchenkampf der Bekennenden Kirche an. 1935 erhielt er eine Ordnungsstrafe durch den Landeskirchenrat, weil er zusammen mit den Pastoren Gerhard Fölsch, Werner Greiffenhagen, Julius Jensen, Axel Werner Kühl und Johannes Pautke der Einführungsfeier von Propst Wagner trotz Anordnung von Bischof Erwin Balzer ferngeblieben war. 1936/1937 eskalierte der Kirchenkampf in Lübeck und er wurde zusammen mit 7 weiteren Pastoren unter Hausarrest gestellt und entlassen. Im April 1937 kam es zu einer Einigung und die Pastoren nahmen ihren Dienst wieder auf.

Als Senior der Landeskirche war er maßgeblich am Neuaufbau der Lübecker Landeskirche beteiligt, bis er 1960 in den Ruhestand trat.

Findbuch des Nachlasses Senior Bruno Meyer

Kiel, den 29.04.2019

Nachlass Pastor Lic. Heinrich Kasch erschlossen

Als Hausherr richtete Pastor Lic. Heinrich Kasch 1935 in der Kieler St. Jürgen-Kirche die erste Bekenntnissynode der Bekennenden Kirche Schleswig-Holsteins aus. Zuvor hatte er sich bereits an der Vikarsausbildung der Bekennenden Kirche beteiligt. In der Reihe der Veröffentlichungen der Bekennenden Kirche erschien sein Werk Brücke zur Ewigkeit. Ein Wegweiser zum tapferen Christenglauben für Wahrheitssucher im Jahr 1939. Im Jahr 1933 sah es jedoch zuerst so aus, als würde Kasch auf der anderen Seite der Parteien im Kirchenkampf stehen, denn im Juli 1933 trat er der Glaubensbewegung Deutsche Christen bei. Er war der Meinung,  dass durch die Glaubensbewegung eine neue Welle der Evangelisation ausgehen würde, an der er teilhaben wollte. Aber ähnlich wie andere – prominentes Beispiel ist hier der spätere Schleswiger Bischof Reinhard Wester – trat er kurze Zeit später enttäuscht wieder aus. Hinzu kam ein weiteres Ereignis im Jahr 1933, das folgenschwer für ihn war. Am 25.10.1933 wurde er durch den deutschchristlichen Landesbischof Adalbert Paulsen von seinem Propstenamt entbunden, dass er seit 1928 in der Propstei Südtondern innehatte. Einen Monat später wurde er in die Pfarrstelle der Kirchengemeinde St.-Jürgen-Nord in Kiel versetzt.

Ab Frühjahr 1938 erkranke Kasch und war bis 1940 nur zeitweise in der Lage, sein Amt wahrzunehmen. Am 01.08.1940 wurde er in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Heinrich Kasch starb am 26.02.1941 in Timmendorfer Strand.

Findbuch des Nachlasses Pastor Lic. Heinrich Kasch

Kiel, den 26.04.2019

Nachlass Pastor Wilhelm Detlefsen erschlossen

Wilhelm Detlefsen war ein Pastor, der sich eingehend mit seiner Umwelt und den gesellschaftlich-politischen Gegebenheit auseinandersetze. Nach seiner Emeritierung machte er sich daran, nicht nur die Geschichte seiner Familie aufzuschreiben, er verfasste drei weitere Manuskripte, die sich mit seinem Leben und den historischen Gegebenheiten um ihn herum beschäftigen. So entstand u.a. „Das Historische Zeitdokument von 1933 - 1995. Gefangene des Adolf Hitler“, in dem er fremde und eigene Texte zusammentrug und sich intensiv mit der Zeit des Nationalsozialismus und der Shoa auseinandersetzt. Zwei weitere Werke beschäftigen sich mit dem persönlichen Lebensweg, den er immer wieder in den zeithistorischen Kontext einbettet.

Pastor Detlefsens Werdegang selbst ist auch bemerkenswert. Als Vikar in der Bekennenden Kirche ausgebildet und ordiniert war er bis 1948 Pastor der Kirchengemeinde Uelby-Fahrenstedt. Dann wechselte er nach Husum. Dort legte er viele Grundsteine: für das Albert-Schweitzer-Haus in Rödemis, für das spätere Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk und auch für das Gedenken an die Opfer des Konzentrationslagers Husum-Schwesing. Ab 1960 wechselte er an die Diakonissenanstalt Bremen als Krankenhausseelsorger und Vorsteher des Diakonissenmutterhauses und gründete die Verbandszeitschrift der Kaiserwerther Mutterhausdiakonie „Der weite Raum“, dessen Schriftleiter er bis 1982 war.

Findbuch des Nachlasses Pastor Wilhelm Detlefsen

Kiel, den 01.04.2019

Wanderausstellung "Neue Anfänge" in Schwerin

Die Wanderausstellung "Neue Anfänge nach 1945? Wie die Landeskirchen Nordelbiens mit Ihrer NS-Vergangenheit umgingen" ist vom 06.04. - 06.05. Im Schweriner Dom zu sehen.

Weitere Informationen und Veranstaltungshinweise

Kiel, den 01.03.2019

Bestand der Nordelbischen Synode erschlossen

Der Schriftgut der Synode der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche ist nun vollständig erschlossen und kann im Lesesaal des Landeskirchlichen Archivs Kiel benutzt werden.

Mit dem Zusammenschluss der Landeskirchen Eutins, Hamburgs, Lübecks und Schleswig-Holsteins zur Nordelbischen Kirche am 1. Januar 1977 hatten die Synoden der alten Landeskirchen ihre Rechtsgrundlage verloren. Nach den Bestimmungen des Einführungsgesetzes zur Verfassung der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche hatte der Vorsitzende der Vorläufigen Kirchenleitung, Bischof Alfred Petersen, die Synode in der ersten Jahreshälfte 1977 einzuberufen. Sie wurde am 15. Mai 1977 in Rendsburg eröffnet. Sie wählte die Kirchenleitung, die Bischöfe, die Mitglieder der Synoden der VELKD und der EKD. Sie beschloss über die Ordnung des kirchlichen Lebens, die Finanzen der Nordelbischen Kirche, das Kirchensteuerrecht, die Dienste und Werke, die Pfarrstellen, Ausbildungsfragen der Pastoren und die Rechtsverhältnisse zum Staat, zu anderen Landeskirchen sowie zur VELKD und zur EKD. Die letzte Nordelbische Synode tagte im März 2012, zwei Monate vor Gründung der Nordkirche.

Finduch Synode der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche

Außerdem sind auch die Synodenprotokolle vollständig erschlossen.

Findbuch Synodenprotokolle der Nordelbischen Ev-Luth. Kirche

Kiel, den 27.02.2019

Neue Musteranbietungsliste

Für die landeskirchlichen Stellen steht nun eine Musteranbietungsliste zur Verfügung. So können Sie einfach per Mail Ihr Akten dem Landeskirchlichen Archiv anbieten.

Kiel, den 15.02.2019

Neue Recherchehinweise

Bitte beachten Sie unsere neu zusammengestellten Recherchehinweise. Hier informieren wir Sie, wie Sie landeskirchliches Archivgut recherchieren und wo weiteres kirchliches Archivgut und Archigut mit kirchlichem Bezug zu finden ist

Kiel, den 13.02.2019

Veröffentlichung zum Frauenwahlrecht in der Ev. Kirche

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums zur Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland befasst sich der zweite Ergänzungsband zum "Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche in Deutschland" mit der Entwicklung des aktiven und passiven Frauenwahlrechts in der evangelischen Kirche. Das Landeskirchliche Archiv der Nordkirche beteiligte sich daran und stellte Quellen zur Verfügung. Der Der Ergänzungsband steht als kostenfreier Download zur Verfügung.

Frauenwahlrecht in der Evangelischen Kirche - 2. Ergänzungsband zum Gleichstellungsatlas

Kiel, den 12.12.2018

Kirchenbuchübersicht Hinterpommern

Die Kirchenbuchübersicht über die im Landeskirchlichen Archiv befindlichen Kirchenbücher aus Hinterpommern ist nun vollständig überarbeitet erschienen.

Kiel, den 02.11.2018

Kirchenbücher aus dem Kirchenkreis Schleswig-Flensburg bei Archion

Die Kirchenbücher des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg werden seit Ende Oktober im Kirchenbuchportal Archion online gestellt. Alle Kirchengemeinden aus dem Kirchenkreis werden Sie dort voraussichtlich Anfang 2019 finden.